Schutzmaßnahmen

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Schutzmaßnahmen, nur dort und nur das, was Sie im konkreten Projekt benötigen

Anders als bei den partiellen Zwangssicherungen, sind die Schutzmaßnahmen zu Ihrer individuellen Verwendung bestimmt und werden NICHT automatisch, sondern nur dann kalkuliert, wenn Sie sich an einem der Elemente gezielt für eine der dort angebotenen Varianten entscheiden.

 

Abgrenzung partielle Zwangssicherungen - Schutzmaßnahmen

Neben den unterschiedlichen Berechnungsauslösern – bautechnischer Sachverhalt bei Zwangssicherung versus Ihre individuelle Auswahl bei Schutzmaßnahmen – sind die Schutzmaßnahmen die „hohe Schule“, während die Zwangssicherungen mehr oder weniger die zwingend notwendigen Basisabsicherungen darstellen.

 

Ein Beispiel dafür:

Während beim Einbauen eines Dachflächenfensters in ein Bestandsdach – dort, wo es bisher noch keines gab – die Regenschutzmaßnahmen für den Zeitraum, in welchem in dem Dach „einfach nur ein Loch ist“, eine von uns automatische Zwangssicherung darstellt, ist eine spätere Folienabdeckung des neu eingebauten Dachfensters eine von Ihnen dort wählbare Schutzmaßnahme. Neue Öffnungen, die in Bestandswände eingebracht werden, erhalten KEINE Zwangssicherung, da hier die Wetterschutzanforderungen nicht im selben Maße wie bei Dachflächenfenstern in Dächern und Flachdachfenstern in Flachdächern/Decken gegeben sind.

 

Schutzmaßnahmen außen am Hauskörper

Grundsätzlich stehen Ihnen hier an allen Öffnungen Folien- und Holzplattenabdeckungen zur Verfügung. Neben den „klassischen“ Folienabdeckungen an neuen Elementen, wenn z.B. später noch die Fassade gedämmt und erneuert wird, finden die Holzplatten besonders häufig dann Verwendung, wenn die Öffnung durch die Schutzmaßnahme zusätzlich gesichert werden soll. Neben neuen und in der Abmessung veränderten Öffnungen, welche auf den Einbau „ihrer Bauelemente“ eben manchmal auch „ein wenig länger warten dürfen“, werden die Holzplatten häufig für den Schutz von Bestandsbauelementen bei „größeren Abbruchmaßnahmen“ wie z.B. dem Dachgeschoss KOMPLETT-ABRISS – Stichwort Bagger – verwendet.

 

Folienschutz mit Tür statt Holzplatte im Haus

Während die klassische Folienabdeckung auch für Öffnungen im Haus – Innentüren, Raumteiler, Öffnungen/Löcher – verwendet wird, kommt die Holzplatte – aufgrund der hier nicht vorhandenen Anforderungen – nicht zur Ausführung. Stattdessen steht Ihnen hier, aus logisch für jeden nachvollziehbaren Gründen, zusätzlich ein Folienschutz mit Tür zur Verfügung.

 

Innenschutzmaßnahmen am und im Hauskörper

Bei allen Öffnungen stehen Ihnen „Staubschutz I“ und „Staubschutz II“ zur Verfügung. Ein Blick in die Stücklisten zeigt auf der Materialseite, dass die Varianten I lediglich einen Kostenansatz für mobile Abluftabsaugung beinhalten, welcher sich ebenfalls auf der Lohnseite mit einem Zeitansatz „Zulage für erhöhten Arbeitsaufwand für das Arbeiten mit "mobiler" Maschinenabsaugung“ wiederfindet.

 

Stückliste Staubschutz I

 

Bei „Staubschutz II“ schlagen hingegen schon beim Zeitaufwand 45 Minuten für „Einbau einer Staubschutzwand aus Folie und Abstützungen mit Schlupftüre“ zu Buche und auch die Materialstückliste zeigt ein gänzlich anderes Bild.

 

Stückliste Staubschutz II

 

Hier wird ein kompletter „Staubschutzkäfig mit Bodenabdeckung“ um den Bereich herum erstellt, in welchem das Loch der Öffnung – um es konkret zu adressieren – eingebracht, verändert oder geschlossen wird.

Natürlich stehen derartige Schutzmaßnahmen für Ausführungen wie z.B. „das eine neue Fenster“, das zusätzlich zum An- und Dachgeschossausbau als einzige Maßnahme im bewohnten Wohnzimmer ausgeführt werden soll, zur Verfügung. Hier könnte dann auch der in Kombination zusätzlich zur Verfügung stehende Laufweg zu Staubschutzbereichen Verwendung finden. Natürlich nur dann, wenn Sie sich nicht schon dafür entschieden haben, den ganzen Raum mit einer Bodenschutzabdeckung zu versehen.

 

Wand-, Boden-, Decken- und Dachschrägflächenschutzabdeckungen

Diese jeweils im Raum definierbaren Schutzmaßnahmen, welche als Hauptfunktion hochwertige Beläge und Intarsien schützen sollen, können insbesondere am Boden mit anderen Maßnahmen kombiniert und eben auch als vollflächige Alternative zum Laufweg verwendet werden. Auch auf Treppen- und Balkonbelägen stehen vergleichbare Schutzabdeckungsvarianten zur Verfügung.

 

Bodenabdeckung mit Staubschutz I + II

Diese Ausführungen, welche bei Stützen/Säulen, Trägern, Schornsteinen und Treppen zur Verfügung stehen, entsprechen didaktisch den Staubschutz-Varianten der Wandbauteile. Da hier jedoch die Staubschutzkäfige grundsätzlich bis zur Decke ausgeführt werden müssen, haben diese Positionen andere Stücklisten und Preise. Auch hier besteht die Möglichkeit, dies mit den entsprechenden Laufwegen und anderen Abdeckungsvarianten zu kombinieren.

 

Innengerüste

An allen Wandkanten im Hausinneren kann einzeln gesteuert werden, ob die dort auszuführenden Maßnahmen eines Innengerüstes bedürfen oder nicht. Die Wandweise-Steuerung befindet sich je Innenwandkante im Register „Wand Liste“ in den jeweiligen Bereichen Außenwände/Wandscheiben/Innenwände.

 

Wird die Raumweise-Steuerung im Register Raumklassifizierung verwendet, können Sie dort den Unterbau der Raumwandflächen an den Innenseiten der Außenwände und davon getrennt, den Unterbau der Raumwandflächen an Innenwänden, steuern. Diese getrennte Steuerung, welche es z.B. ermöglicht, auf den Außenwänden in den gewünschten Räumen innen eine Installationsebene aufzubringen, ermöglicht es somit auch, auf dieser Detailebene das eventuell benötigte Innengerüst auszuwählen.

 

ACHTUNG, es gibt auch Innengerüste im Bereich der partiellen Zwangssicherung!

 

Innengerüste im Bereich partielle Zwangssicherung

Ja, diese Gerüste fallen aus dem Rahmen und NEIN, sie sind nicht immer notwendig UND - basierend auf den Erfahrungen der Kollegen unserer Arbeitskreise - werden diese Gerüste sehr häufig eben auch dann nicht kalkuliert, wenn sie benötigt werden. Darum und nur darum haben wir diese im Bereich der Zwangssicherung angesiedelt und sind uns sicher, dass die maximal drei einzugebenden Festwerte, falls diese berechnet und nicht benötigt werden, es wert sind, dass das Gerüst im „Gegenzug“ eben nicht vergessen wird.

 
Dachinnenbeplankung – Gerüst

Wird bei einem Bestandsdachstuhl die Innenbeplankung NEU erstellt bzw. dort eine hinterlüftete Ebene eingebaut und dies entweder über das Dach gesteuert oder raumweise der Unterbau erneuert, dann wird in diesem Bereich der Boden abgedeckt, eine Holzplatte aufgelegt und ein Rollgerüst zur Erreichbarkeit der Dachschräge kalkuliert.

 

Deckenbeplankung – Gerüst

Wird bei einer Bestandsdecke raumweise der Unterbau erneuert, dann wird in diesem Bereich der Boden abgedeckt, eine Holzplatte aufgelegt und ein Rollgerüst zur Erreichbarkeit der Decke kalkuliert.