Alle Elemente, bei den diese Klassifizierung verwendet wird, lösen automatisch Öffnungen in „ihren Trägerelementen“ aus, wenn deren Klassifizierung „Bestand“ beinhaltet. Der „Neubau inkl. neuer Öffnung“ löst somit zwangsweise erst einmal den Abriss im Bestand aus. Bei Bauelementen wie Fenster und Türen sind dies Wandöffnungen, welche inkl. Überbau und zwangsweiser Abstützung des Überbaus in der Zeit, in der die Öffnung eingebracht wird, kalkuliert werden. Bei Dachflächenfenstern, Gauben, Quergiebeln und Schornsteinen sind es Dachlöcher, bei Flachdachfenstern, Treppen und nochmals Schornsteinen sind es Deckenlöcher.
Zwangssicherung & Schutzmaßnahmen
In jedem Fall werden dort, wo es notwendig ist (--> siehe partielle Zwangssicherungen) automatisch die notwendigen Zwangssicherungen, hier hauptsächlich, um Wassereintritte und Absturzgefahren zu vermeiden, kalkuliert. Neben diesen können je Element individuelle Schutzmaßnahmen festgelegt werden. (--> siehe Schutzmaßnahmen)
Abriss verdichtet
Die Kalkulation der Abriss-Maßnahmen erfolgt grundsätzlich verdichtet. Wird beispielsweise ein Gauben-Neubau in ein Bestandsdach eingebracht, so wird der Abriss des Daches inkl. Eindeckung, Konstruktion, Dämmung, Beplankungen – je nachdem, was für dieses Dach eingestellt ist – kalkuliert. Der Transport und die Entsorgung werden dagegen so berechnet, wie es „Vorschrift“ ist und damit je Materialgruppe bzw. Material einzeln. Die jeweilige Dacheindeckung, der Dachstuhl, die Dämmung und die Beplankung.
Asbest!
Neben der grundsätzlichen Steuerung für den Arbeitszeitaufwand über „Mehraufwand“, welche hier für jede einzelne Ebene einstellbar ist, möchten wir explizit auf die Materialgefahrenklassen hinweisen. Sowohl bei der Dacheindeckung als auch bei der Dachbekleidung würde die Einstellung „GFK“ automatisch zur Berücksichtigung aller eingestellten Aufwendungen für asbesthaltige Baustoffe führen. Vom höheren Zeitaufwand beim Abriss – geschuldet der Schutzbekleidung und Arbeitsschutzmaske – bis hin zum separaten Transport und der einzelnen Entsorgung, laut aktuellen Vorschriften.
Material der Wände und Decken
Betrachten wir „Neubau inkl. neuer Öffnung“ in Decken und Wänden, dann ist die Materialunterscheidung des Trägerelements kalkulatorisch entscheidend und wird innerhalb der Stücklisten der einzelnen Positionen berücksichtigt. Der Aufwand, nachträglich eine Öffnung in eine Betonwand einzubringen, ist nun einmal das x-fache von der in einer Holzwand und der Öffnungsüberbau, die neue Laibung usw. eben auch.
… und der Neubau
Der Neubau wird in allen Elementen immer zu 100 % nach den klassischen Einstellungen im Branchenmodell kalkuliert. Das bedeutet, dass das Fenster selbst und sein Rollladen mit den gleichen Preisen wie bei einem Neubau kalkuliert werden. Zusätzlich zu allen Aufwendungen im Bestand, die dafür sorgen, dass eine „Öffnung“ für den Einbau des Elements wie im Neubau vorhanden ist.